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Staatswingert Frümsen

Rebberg Frümsen

Unser Rebberg

 

Die landwirtschaftliche Schule Rheinhof hat im Zuge der Melioration Sennwald ein ehemaliges Rebgelände in Frümsen erworben. Im Frühjahr 1987 konnten die ersten Reben gepflanzt werden. Der Versuchs- und Demonstrationsrebbergermöglicht es den St.Galler Rebbauern wertvolle Impulse für die zeitgemässe Bewirtschaftung der Reben zu vermitteln. Zudem dient der Rebberg als Aus- und Weiterbildungsort - einerseits für Rebbauern, anderseits für Rebbauberater und Weinlesekontrolleure.

Der idyllisch am Fuss der Kreuzberge gelegene Wingert umfasst eine Fläche von 180 Aren. Knapp 100 Aren dieses Südhanges sind sehr steil. In diesem terrassierten Teil des Rebberges wachsen Blauburgunder-Trauben. Der flachere Teil des Wingerts, rund 20 Aren, ist mit Müller-Thurgau-Reben bestockt. Die restliche Fläche beinhaltet den Sortengarten mit rund 400 Rebsorten.

 

 

wir produzieren ökologisch

Wir produzieren ökologisch

 

In unserem Wingert produzieren wir ökologisch. Die konsequente Anwendung der Integrierten Produktion lässt wertvolle Erfahrungen in alle Stufen der Praxis einfliessen. Der Grundsatz der Integrierten Produktion hat oberste Priorität: In den natürlichen Kreislauf wird nur eingegriffen, wenn es unbedingt notwendig ist. Pflanzenschutz führen wir nur mit nützlingsschonenden Mitteln aus. Zudem unternehmen wir viel, damit sich nützliche Insekten in unserem Rebberg wohlfühlen.

 

Versuchs- und Demonstrationsgarten

 

  • Unterlagen und Klone: Die Blauburgunder-Klone 2/45, M 1/17 und M III stehen auf den verschieden starken Unterlagen 5C und S04. Der Klon 2/45 auf der Unterlage S04 zeigt auf der Terrassenanlage ein zu geringes Wachstum. Alle Müller-Thurgau stehen auf S04-Unterlagen.
  • Schnittdemonstrationen: Zur Anschauung werden an je zwei Reben verschiedene Schnittsysteme gezeigt. Es sind dies: Rundbogen, Goblet, Zapfenschnitt, Einfacher Streckbogen, Cordon Royal, Doppelstrecker, Doppelrundbogen, Bäumchen-System, Einfacher Rundbogen, System Lenz-Moser, 2-Etagen-Schnitt
  • Das Umkehrsystem: Dieses Schnittsystem wurde entwickelt, um Handarbeitskosten zu senken. Mit dieser Erziehungsform sollte es auch möglich sein, die Reben mechanisch zu schneiden. Erste Erfahrungen bei der Sorte Müller-Thurgau zeigen, dass dieses Erziehungssystem noch nicht praxisreif ist.
  • Reifeverlauf der Trauben: Nach dem Farbumschlag wird aus einer bestimmten Parzelle periodisch eine Anzahl Beeren entnommen. Aus dem Traubensaft werden die Oechslegrade und der Säuregehalt ermittelt. Diese Untersuchungen geben wichtige Hinweise auf den optimalen Erntezeitpunkt.
  • Null-Parzelle:Ein Teil des Rebberges wird weder mit Fungiziden noch mit Insektiziden behandelt. Da-durch kann festgestellt werden, ab welchem Zeitpunkt eine Krankheit ausbricht.
  • Keine Rotbrenner-Behandlung: Ein grosser Teil des Rebberges wird gegen diese gefährliche Pilzkrankheit nicht behandelt. Es soll abgeklärt weden, ob später einmal ganz auf Rotbrenner-Behandlungen verzichtet werden kann.
  • Kein Kupfer-Einsatz: Die Applikation von Kupfer soll heute auf ein Minimum beschränkt werden. In einer kleinen Parzelle versuchen wir, überhaupt kein Kupfer einzusetzen.
  • Lenkung der Dauerbegrünung: Durch eine gezielte Bodenpflege soll die botanische Vielfalt in Rebbergen erhöht werden. Eine vielfältige Flora hat sehr günstige Auswirkungen auf die Insektenvielfalt und damit auch auf Nützlinge.
  • Peronospora-Warngerät:Dieses Warngerät soll mithelfen, den optimalen Zeitpunkt für Fungizidbehandlungen festzustellen. Mit etwas Uebung sollten damit mindestens zwei Spritzbehandlungen eingespart werden können.

 

 

 

Kontakte:

 

Markus Hardegger, Salez

T: 058 228 24 28

M: markus.hardegger@sg.ch

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