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Abstandsauflagen, Waschplätze, Innenreinigung


Grundwasserschutzzonen

Schema einer Grundwasserfassung mit Schutzzonen

Zum Schutz der Grundwasserfassungen wurden in deren Einzugsgebiet Schutzzonen S1, S2 und S3 ausgeschieden. In diesen Zonen gelten verschiedene bauliche und bewirtschaftungstechnische Auflagen. Bei einzelnen Wasserfassungen können zudem im Zuströmbereich Z ergänzende Auflagen gelten. Über den Zonenverlauf und spezifische Auflagen kann die Gemeinde Auskunft erteilen.

 

Bezüglich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln gelten grundsätzlich folgende Vorschriften:

 

Grundwasserschutzzone S1:     

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist generell verboten

 

Grundwasserschutzzone S2:    

Die Anwendung von Mitteln mit folgenden Wirkstoffen ist verboten:

Aldicarb,  Aminopyralid, Bntazon, Clethodim, Dazomet, Dimethachlor, Fluopicolide, Flutolanil, Glufosinate, Isoproturon, Isoxaflutole, Lenacil, Metazachlor, Oryzalin, Penoxsulam, Pethoxamid, Picloram, Pinoxaden, S-Metolachlor, Terbuthylazin, Triclopyr(ester), Tritosulfuron
 

Grundwasserschutzzone S3:

Die Anwendung von Mitteln mit folgenden Wirkstoffen ist verboten:

Aldicarb, Clethodim, Isoxaflutole, Triclopyr(ester)

Sicherheitsabstände zu Oberflächengewässern

Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern

Betriebe, welche Direktzahlungen erhalten, müssen zu Oberflächengewässern einen unbehandelten Grünstreifen (Pufferstreifen) von 6 Metern einhalten. (DZV: Art. 7, Abs. 5, Ziffer b).

Das Merkblatt "Pufferstreifen richtig messen und bewirtschaften" erklärt die Anforderungen. Unter Agridea neues Fenster kann das Merkblatt in einer gedruckten Version bestellt werden.

 

Zusätzlich gibt es Pflanzenschutzmittelspezifische Abstandsauflagen, welche beim Produktebeschrieb unter "SPe3: ..." aufgeführt sind. 

 

 

 

Weisungen zu den pflanzenschutzmittelspezifischen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (SPe3)

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) müssen die in der Zulassung festgelegten Anforderungen eingehalten werden. Diese beinhalten unter anderem Anwendungsvorschriften zum Schutz von Nichtzielorganismen.

Das BLW hat im Januar 2018 eine angepasste Weisung herausgegeben, welche neue Auflagen bezüglich Abdrift und Abschwemmung für einzelne Pflanzenschutzmittel regelt.

In der Weisung ist ein Punktesystem aufgelistet, mit welchem die Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern reduziert werden können. Es beinhaltet Massnahmen, die Abdrift oder Abschwemmung reduzieren. 

 

Abschwemmung: Die Abschwemmungsauflagen (unter SPe3 aufgeführt) müssen nicht eingehalten werden, wenn das Pflanzenschutzmittel auf einer ebenen Fläche ausgebracht wird (Hangneigung weniger als 2%) 

Direkter Link zu den Abstandsauflagen der einzelnen Firmen

Weitere Links zum Thema Abstandsauflagen bezüglich Abschwemmung und Abdrift

Vorschriften für die Spritzgerätereinigung

Spülwassertank

Feldspritze mit aufgebautem Spülwassertank

Tankspülung auf dem Feld: Damit Brühereste bei der Endreinigung auf dem Waschplatz weder Grund- noch Kanalisationswasser verunreinigen können, müssen die Spritzgeräte auf dem Feld vorgereinigt werden. Zapfwellenangetriebene und selbstfahrende Geräte mit einem Behälter von mehr als 350 Liter Inhalt müssen deshalb mit einem fest montierten Spülwassertank von mindestens 10% des Nenninhaltes des Brühebehälters ausgerüstet sein. Dies gilt sowohl für Feldspritzen wie auch für die Sprühgeräte im Obst- und Weinbau. Für die Reinigung von Pumpe, Filter, Leitungen und Düsen wird der Brüherest in zwei Etappen verdünnt und jeweils in der Kultur mittels einer schnellen Durchfahrt versprüht (Restkonzentration ca. 3%).

Ab 2023 muss jede Spritze über ein Innenreinigungssystem verfügen. Für die Aufrüstung von vorhandenen und neu angeschafften Feld- und Gebläsespritzen mit einem Spülsystem mit separatem Spülwasserkreislauf wird ein einmaliger Betrag pro Spritze ausgerichtet (bis 2022). 

 

Endreinigung auf geeignetem Waschplatz: Bei einer weiteren Spülung des Spritzgerätes und bei der Aussenreinigung darf das Spülwasser weder in die Kanalisation, noch über eine Meteorwasserableitung in Oberflächengewässer gelangen. Sie hat entweder ebenfalls auf einer bewachsenen Fläche zu erfolgen oder so, dass das Spülwasser direkt in eine funktionstüchtige Güllegrube fliesst. Wo keine der genannten Varianten zur Verfügung steht, muss der Waschplatz mit einem Biofilter ausgerüstet sein (z.B. „Biobed“ / „Biobac“).

 

Ab 2018 werden Waschplatzsysteme vom Bund und Kanton mitfinanziert. Gesuche können bei der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft (LKG) eingereicht werden.