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Interreg V-Projekt

Modellanlagen für den Integrierten Pflanzenschutz

Grenzüberschreitende Herausforderungen

Die Obstproduktion steht vor sehr grossen Herausforderungen für die Zukunft. Detailhandel und Konsumenten fordern qualitativ hochwertige, gesunde, rückstandsfreie und preiswerte Lebensmittel, deren Produktion nachhaltig und umweltschonend sein soll. Gleichzeitig gibt es europaweit laufend Änderungen der Rahmenbedingungen wie Ressourcenverknappung, Wetterextreme und reduzierte Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln, die gravierende Einschnitte in der landwirtschaftlichen Produktion nach sich ziehen. Bereits heute absehbare Änderungen für den Pflanzenschutz sind der mittelfristige Wegfall ganzer Wirkstoffgruppen, gravierende Einschränkungen in den Anwendungsbestimmungen, erhöhte Rückstands- und Abstandsauflagen und reduzierte Aufwandmengen. Um weiterhin mit diesen Rahmenbedingungen Obst im Bodenseeraum produzieren zu können, müssen innovative systembasierte Lösungen entwickelt werden. Ziel des Projektes ist das Aufzeigen neuer Wege, wie die Produktion qualitativ hochstehender, gesunder und weitgehend rückstandsfreier Früchte bei messbar reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz realisiert werden könnte. Die Obstbranche im Wirtschaftsraum Bodensee soll hierbei grenzüberschreitend eine Vorreiterrolle übernehmen. Sie ist damit aufgefordert, sich in einem Markt mit sinkenden Preisen und grossen wirtschaftlichen Risiken durch umweltschonende, innovative und ökonomische Produktonsweisen unter Beibehalt der hohen inneren und äusseren Fruchtqualität zu profilieren. Die Weiterentwiclung des Integrierten Pflanzenschutzes spielt dabei eine Schlüsselrolle und steht daher im Zentrum des Vorhabens, wie sie z.B. auch im Nationalen Aktionsplan bzw. im Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, gefordert ist.

 

Modellanlagen für die Bewertung neuer Strategien

 

1.        Bewertung eines reduzierten Pflanzenschutzmitteleinsatzes

1.1.     Sortenwahl

1.2.     Kulturführung, Schutz- und Abdecksysteme

1.3.     Insektenschutznetze, Verwirrungstechnik

1.4.     Alternativen zu Herbiziden

1.5.     Einsatz von Nützlingen, Auswirkungen auf und Förderung von natürlichen

           Gegenspielern

 

2.        Ökonomische Bewertung neuer Verfahren

2.1.     Kosten-Nutzen Analyse und Rentabilitätsanalyse

2.2.     Innere und äussere Qualität des Erntegutes werden erfasst und mit den Zielvorgaben

           gekoppelt.

2.3.     Pro Verfahren werden Rückstandsmessungen durchgeführt und verglichen.

2.4.     Erfolgs- und Qualitätskontrolle messen

2.5.     Biodiversitätsbetrachtungen

 

3.        Wissenstransfer

 

 

 

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