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Biodiversität

Bild Ökologie

Bei Landwirtschaftsbetrieben, welche den ökologischen Leistungsnachweis erfüllen, muss ein bestimmter Anteil der Betriebsfläche als sogenannte Biodiversitätsförderflächen (BFF) bewirtschaftet werden. Mit Biodiversitätsförderflächen soll die Artenvielfalt erhalten und verbessert sowie die Landschaft mit Hecken, blühenden Wiesen und Hochstammobstbäumen bereichert werden. Beispiele für BFF sind extensive Wiesen, extensive Weiden, Streuefläche etc.

 

Die BFF können als Qualitätsstufen I und II bewirtschaftet werden. Dabei sind Anforderungen welche in der Direktzahlunsgverordnung geregelt sind einzuhalten. Bei der Qualitätsstufe I sind dies hauptsächlich Auflagen zu Düngung, Nutzung und Schnittzeitpunkt. Für die Qualitätsstufe II müssen zusätzliche Anforderungen bezüglich Artenvielfalt und speziellen ökologischen Werten (z.B. Hochstammobstgarten) erfüllt werden.

 

Die damit erzielten Leistungen für die Ökologie, die Gesellschaft und den Lebensraum werden mittels Direktzahlungen des Bundes abgegolten.

 

Bund und Kanton unterstützen zudem Biodiversitätsförderflächen welche miteinander vernetzt sind, mit gezielten Förderbeiträgen. Bei der Vernetzung werden bestehende oder neu anzulegende BFF miteinander verbunden, damit Lebensräume aufgewertet und für die einheimische Pflanzen- und Tierwelt Brücken sowie Rückzugsgebiete entstehen. Landwirte können dabei von der ökologischen Leistung anderer profitieren und gleichzeitig selbst einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Vielfalt leisten.

Tätigkeiten

  • Beantwortung von Fragen rund um die Biodiversität und der Direktzahlungsverordnung in diesem Bereich
  • Beratung bei der Anlage und Pflege von Biodiversitätsförderflächen
  • Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung: Wie kann die Artenvielfalt auf dem Betrieb gefördert werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Produktion und ökonomische Situation (z.B. Futter- und Nährstoffbilanz, Arbeitsbelastung, Direktzahlungen)?
  • Information der Landwirte über die Anforderungen eines Vernetzungsprojektes
  • Unterstützung von Landwirten, Gemeinden und Planungsbüros bei der Erarbeitung und Umsetzung eines Vernetzungsprojektes
  • Vollzug der Direktzahlungsverordnung im Bereich Biodiversitätsförderflächen (Flächenerhebungen)
  • Beratung zur Biodiversität und Ressourcenschutz der IP-SUISSE und Berechnung der Biodiversitätspunkte

Aktuelles und Informationen

Vernetzung

Die Mitarbeiter der Fachstelle Pflanzenbau/Umwelt informieren die Landwirte über die Anforderungen, die der Kanton St.Gallen an Vernetzungsprojekte stellt. Bei einem positiven Entscheid der Landwirte zur Durchführung eines Vernetzungsprojektes werden die Landwirte, die Gemeinde und das beauftragte Planungsbüro in der Erarbeitung und Umsetzung des Projektes unterstützt.

 

Erhebungen der Qualitätsstufe II

Die Mitarbeiter der Fachstelle Pflanzenbau/Umwelt führen im Auftrag des Kantons Erhebungen von Flächen durch, welche für die Qualitätsstufe II angemeldet sind.

 

Anmeldung für Qualitätsstufe II

Die Anmeldung für Flächen und Elemente für die Qualitätsstufe II erfolgt im Rahmen der Strukturdatenerhebung im Januar/Febraur des Jahres für welches die Beiträge erstmals beantragt werden.

 

Anforderungen und Wegleitungen

Das Landwirtschaftsamt St.Gallen hat die Wegleitungen für die Umsetzung der Qualitätsstufe II von Biodiversitätsförderflächen auf der Homepage aufgeschaltet. Die Dokumente finden Sie hier.

Links zum Thema

Weiterbildung und Kurse

Hinweise zu den zusätzlichen Weiterbildungsveranstaltungen der Fachstelle sind unter Kurse auf dieser Homepage zu finden.

 

LZSG Salez  
Voji Pavlovicvoji.pavlovic@sg.ch058 228 24 26
Mathias Heebmathias.heeb@sg.ch058 228 24 35

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