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Rheintaler Ribelmais

Rheintaler Ribelmais - der weisse Mais aus dem Rheintal

Rheintaler Ribelmais - der weisse Mais aus dem Rheintal

Kulturgut mit geschützter Ursprungsbezeichnung

Ribel gilt als Rheintaler Nationalgericht Nummer eins und war vor Jahren das Hauptnahrungsmittel der Rheintaler Bevölkerung. Wachsender Wohlstand und wohl auch veränderte Essgewohnheiten hatten zur Folge, dass immer weniger Ribel konsumiert wurde. Dank der Rheintaler Dorfbevölkerung und dem Verein Rheintaler Ribelmais hat der Anbau von Ribelmais wieder deutlich zugenommen. Neuerdings findet man sogar Ribelgerichte auf Speisekarten von gepflegten Gasthäusern. Gluschtige Produkte wie etwa Ribelknusperli, Ribelteigwaren oder etwa der Fertig Ribel erfreuen zudem grosser Beliebtheit.

 

Im Jahre 2000 wurde der Rheintaler Ribelmais als zweites Produkt mit der geschützten Ursprungsbezeichnung (AOC) ausgezeichnet.

Erhaltung der Genvielfalt beim Rheintaler Ribelmais

1996 hat sich die Schweiz an de FAO-Konferenz zum Thema "pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft" verpflichtet, die genetische Vielfalt von Kulturpflanzen zu erhalten. Sie übernimmt damit eine wichtige Aufgabe in der Erhaltung von traditionellen und an den lokalen Verhältnissen angepassten Arten. In der Schweiz ist eines dieser schützenswerten Beispiele der Rehintaler Ribelmais.

Bis heute gibt es beim Rheintaler Ribelmais eine grosse Vielfalt: Lange und kurze Kolben, beige, rote und beinahe weisse Körner, frühreife und spätreife Typen usw. Diese Vielfalt gerät jedoch infole fehlender Infrastruktur (z.B. Kundenmühlen), mangels reinen Saatguts (Fremdbestäubung durch Futtermais oder Ziermais) oder veränderten Essgewohnheiten immer mehr in Bedrängnis. Eine Sicherstellung des Pflanzenmaterials ist dringend nötig. Je grösser die Pflanzenvielfalt ist, umso reichhaltiger ist die Auswahl, um den Ansprüchen und Wünschen der Konsumenten gerecht zu werden. Die Sammlung und Beschreibung von von einzelnen Ribelmaisherkünften kann die zukünftige Quelle dazu werden.

Im Jahre 2000 reichte der Verein Rheintaler Ribelmais beim Bundesamt für Landwirtschaft ein Projekt zur Sicherung der Vielfalt von Rheintaler Ribelmais ein. Das Projekt gliedert sich in drei Teile:

  • verschiedene Herkünfte von Rheintaler Ribelmais aufspüren und sammeln
  • Gesammelte Herkünfte auf isolierten Parzellen vermehren
  • die gesammelten Herkünfte in einem Vergleichsanbau systematisch beschreiben

 

Bisher wurden 38 verschiedene Herkünfte von Rheintaler Ribelmais gefunden und konnten ins Kühllager am Landwirtschaftlichen Zentrum SG eingelagert werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass noch weitere dazukommen. Zudem befinden sich an der Forschungsanstalt Changins (RAC), weitere 35 Herkünfte, welche bereits aus Sammeltouren der siebziger Jahre stammen. Einige dieser Herkünfte lagern ebenfalls am Landwirtschaftlichen Zentrum SG in Salez.

Einblick in die Kolbenvielfalt von Rheintaler Ribelmais

Einblick in die Kolbenvielfalt von Rheintaler Ribelmais

Vergleichsanbau Rheintaler Ribelmais

Vergleichsanbau Rheintaler Ribelmais

Aufruf

Kennen Sie Personen, welche Ribelmais anpflanzen oder noch im Besitze von Rheintaler Ribelmais sind? Wenn ja, zögern Sie nicht lange und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns, auf Ihren Anruf.

Berichte - Erhaltung und Beschreibung von Rheintaler Ribelmais
PDF-Datei Bericht 03.pdf (1796 kB, PDF)   10.01.2006
PDF-Datei Bericht 04.pdf (1174 kB, PDF)   10.01.2006

Kontakt:

 

Verein Rheintaler Ribelmais

Rheinhofstrasse 11

9465 Salez

058 228 24 00

www.ribelmais.ch

 

Rolf Künzler (Präsident)

T: 058 228 24 22

M: rolf.kuenzler@sg.ch

 

Hans Oppliger (Geschäftsführer)

T: 058 228 24 21

M: hans.oppliger@sg.ch

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